Official Blog of Tink Tank Coworking Space

Kategorie: Diversity & Inclusion

Das Streben nach Ehrlichkeit und Authentizität

Durch meine vielen Jahren als Angestellte habe ich immer wieder Situationen erlebt, wo ich mich in Rollen reinversetzen musste, weil die Situation oder das Team es verlangt hatte. Ich habe Stellen und Führungen eingenommen, wo ich mich gezwungen gefühlt habe, jemanden andere zu sein als die Person, die ich bin. Meine Erfahrung ist, dass man für eine absehbare Zeit sich verstellen kann, vor allem wenn man es sich bewusst macht, dass es jetzt so ist.  Wenn ich aber über längere Zeit mich als jemand andere ausgeben musste, hat es sich in meine Werte schnell negativ verspürt. Ich will ja im Kern so sein wie ich bin, weil so stehe ich auch zu mir selbst, zu meinen Stärken und meine Schwächen.  

Unternehmen oder Teams, die was anders „vorspielen“ als sie im Kern sind, werden über die Zeit scheitern, davon bin ich überzeugt. Wenn ein Unternehmen als ehrlich und stark rüberkommen möchte, und damit auch Expertise oder Produkte verkaufen möchte, fängt es bei den einzelnen Menschen, die einzelnen Mitarbeiter an. Wie kann ich als Geschäftsführerin meine Dienstleistungen verkaufen, wenn ich als Mensch nicht treu zu mir selber oder treu zu meinen Werten bin? Wenn es eine Übereinstimmung zwischen wer ich bin und das was ich ausstrahle existiert, hat es ein Spill-Over Effekt an alle Beteiligten. Für meine Kunden, meine Netzwerke, für mich.  

Ich werde oft gefragt, warum ich mein stabiles sicheres Job verlassen habe, um eine Firma in einer unsicheren Welt zu gründen. Es gibt viele Gründe, aber die Suche nach wahre Authentizität steht ganz oben auf meiner Liste. Aus einer Gemeinschaft, in der man als „ganzer Mensch“ wahrgenommen wird, und einer ganzheitlichen Vernetzung herauszuarbeiten, bedeutet für mich nicht nur ein glücklicheres (Arbeits)-Leben zu führen, sondern aus dieser Vernetzung und Diversität heraus auch neue Arbeitssynergien, kreativere Ideen, neue Denkansätze und nicht zuletzt auch eine höhere und ehrliche Produktivität zu erzeugen. Ich strebe nach einem Ökosystem, ein Netzwerk wo wir uns trauen über unsere Erfolge aber auch Misserfolge zu sprechen, weil nur dadurch wachsen wir als Individuen. Für mein Tink Tank wünsche ich ein Ort zu schaffen, wo jede(r) so kommt wie er oder sie ist – mit allen Fähigkeiten, Erfahrungen, Werdegänge und Meinungen, um aus der Diversität voneinander zu lernen.  

Was ist Authentizität für dich?

#coworkingwerte #authenticity #community #ehrlichkeit

Diversity gelebt und diskutiert

Am 21.3.2021 ist Tag gegen rassistische Diskriminierung. Wir haben Diversity-Beraterin  Annika von Redwitz zu dem Thema gefragt: 

Wie erlebst du Diskriminierung?

Es ist ein Jammer, dass wir durch Diskriminierung und Rassismus Menschen verletzen, verunsichern, verlieren. Menschen, die zum großen Teil hier geboren sind und die deutsche Staatsbürgerschaft haben, hier arbeiten und sich in der Gesellschaft einbringen. Ich bin ja selbst Migrantin, als Schwedin sieht man es mir aber nicht an – reines Glück. Aber ich bin im Endeffekt weniger Deutsch als z.B. Menschen mit türkischen oder afrikanischen Wurzeln die hier geboren sind.

Wie können wir als Individuen gegen Diskriminierung arbeiten?

Am wichtigsten ist es, dass wir, die zur Mehrheitsgesellschaft gehören merken, dass wir mit Scheuklappen herumlaufen und nicht alles mitbekommen, was passiert. Das wir feststellen, dass Diskriminierung stattfindet, und 1) die marginalisierten Gruppen und ihre Argumente anhören, 2) die Argumente verstehen wollen und wenn wir sie verstanden haben: 3) unser Verhalten entsprechend ändern.

Es kann nicht sein, dass wir z.B. eine Schnitzelsoße nicht umbenennen wollen, obwohl wir wissen, dass wir Gefühle von Menschen verletzen, in dem wir den Namen benutzen. Jeder von uns kann auf unsere Sprachen achten und versuchen, achtsam und respektvoll zu kommunizieren.

Wir können als Einzelpersonen schon einiges gegen Alltagsrassismus tun, aber der strukturelle Rassismus in der Gesellschaft muss von der Politik und von staatlichen Institutionen angegangen werden.

Gedanke des Tages? /Frage des Tages?

Überlegt mal: Wann hast du dich zuletzt mit einer Person mit einer anderen Hautfarbe oder kulturellen Hintergrund unterhalten?

Was kannst du tun, um mehr über die Auswirkung von Vorurteilen und Stereotypen zu lernen, und entsprechend deinem Verhalten zu verändern?

Danke, Annika, für deine Worte! Wer mehr über Annika erfahren möchte, besuch gerne die Webseite von v. Redwitz Consult.

#gegendiskriminierung #gegenrassismus #diversity

Auch in Lock-down wird man älter!

Tink Tank Space feiert diese Woche 1-jähriges #Geburtstag und wir haben das Gefühl, dass das Jahr wie im Flug vergangen ist.

Am 3.2.2020 haben wir offiziell Tink Tank Space eröffnet. Die ersten Buchungen waren im Kalender und eine Reihe von Kundenworkshops & Meetups schon geplant. 5 Wochen später kam der erste Lock- down und damit auch die Stornierungen in Stundentakt. Fokus auf das Wichtigste: Unser tolle #Community! Wir haben so wunderbaren #Coworkern an unserer Seite, dazu ein starkes #Netzwerk von #Experten, Partner und Geschäftspartner.

Einiges hat sich getan in diesem ersten Jahr unseres Bestehens: Wir sind jeden Monat um neue, tolle Coworker gewachsen, und haben versucht möglichst viele Wünsche unserer Coworker zu erfüllen:

  • Flexible Membership modelle (3, 8, 12 mal pro Monat sowie über Corona auch halbe Tage)
  • Nutzung alle Meetingräume & Flächen ohne Mehrkosten
  • Ein gemütliches Plätzchen zum Chillen mit Möglichkeit zum „Powernapping“
  • Kinder mitbringen als Homeschooling uns alle getroffen hat
  • Duschmöglichkeit
  • Aktenvernichter
  • Microwelle (und Popcorn-Tüten)
  • Vorträge, Workshops, MeetUps von Coworker für Coworker
  • Experten-Netzwerk für alle

Weitere Überraschungen für euch alle diese Woche

  • Einen Infoscreen am Empfang mit „latest & greatest“
  • Telefonboxen für zwischendurch & vertrauliche Gespräche 
  • Kunst auf den Wänden von tollen lokalen Künstler

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Diversität sehr gerne – aber nur wenn es bekannt bleibt?

Das Thema „Diversität“ war schon immer einer meiner Grundwerte. Oder ist geworden. Ich bin in einer kleinen dänischen Stadt aufgewachsen, wo so weit ich erinnere damals kein einziger Ausländer wohnte. Unsere Auslandsreisen waren Pauschal-Reisen, wo man auf dem Hotelgelände weder das Gefühl von Ausland erleben konnte, noch „fremdes“ Essen bestellen konnte. Geborgen. Bekannt. Keine grosse Überraschungen da! Und so war es vielen Jahren.

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