Am 21.3.2021 ist Tag gegen rassistische Diskriminierung. Wir haben Diversity-Beraterin  Annika von Redwitz zu dem Thema gefragt: 

Wie erlebst du Diskriminierung?

Es ist ein Jammer, dass wir durch Diskriminierung und Rassismus Menschen verletzen, verunsichern, verlieren. Menschen, die zum großen Teil hier geboren sind und die deutsche Staatsbürgerschaft haben, hier arbeiten und sich in der Gesellschaft einbringen. Ich bin ja selbst Migrantin, als Schwedin sieht man es mir aber nicht an – reines Glück. Aber ich bin im Endeffekt weniger Deutsch als z.B. Menschen mit türkischen oder afrikanischen Wurzeln die hier geboren sind.

Wie können wir als Individuen gegen Diskriminierung arbeiten?

Am wichtigsten ist es, dass wir, die zur Mehrheitsgesellschaft gehören merken, dass wir mit Scheuklappen herumlaufen und nicht alles mitbekommen, was passiert. Das wir feststellen, dass Diskriminierung stattfindet, und 1) die marginalisierten Gruppen und ihre Argumente anhören, 2) die Argumente verstehen wollen und wenn wir sie verstanden haben: 3) unser Verhalten entsprechend ändern.

Es kann nicht sein, dass wir z.B. eine Schnitzelsoße nicht umbenennen wollen, obwohl wir wissen, dass wir Gefühle von Menschen verletzen, in dem wir den Namen benutzen. Jeder von uns kann auf unsere Sprachen achten und versuchen, achtsam und respektvoll zu kommunizieren.

Wir können als Einzelpersonen schon einiges gegen Alltagsrassismus tun, aber der strukturelle Rassismus in der Gesellschaft muss von der Politik und von staatlichen Institutionen angegangen werden.

Gedanke des Tages? /Frage des Tages?

Überlegt mal: Wann hast du dich zuletzt mit einer Person mit einer anderen Hautfarbe oder kulturellen Hintergrund unterhalten?

Was kannst du tun, um mehr über die Auswirkung von Vorurteilen und Stereotypen zu lernen, und entsprechend deinem Verhalten zu verändern?

Danke, Annika, für deine Worte! Wer mehr über Annika erfahren möchte, besuch gerne die Webseite von v. Redwitz Consult.

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