Wenn wir in 10-20 Jahren zurückdenken werden, was wir in den letzten 12 Monaten als Gesellschaft und globaler Community gelernt haben, wie werden wir unsere Geschichten erzählen? Eine Geschichte von Stillstand, Depressionen und Zerstörung, oder eine Geschichte von Neustart, Durchbruch und Veränderung?

Meine persönliche Geschichte formt sich täglich. Mit jedem Schritt nach vorne sind Kanten schärfer geworden. Werten haben sich tiefer manifestiert. Fähigkeiten sind zur Oberfläche gekommen, von deren Stärke ich nicht wusste.

Jeden Tag zu meinem Spiegelbild möchte ich sagen können, dass ich authentisch geblieben bin, zu der Person die ich bin. Ich möchte sagen können, dass ich Menschen um mich höflich und respektvoll behandelt habe. Ich möchte sagen, dass ich meine Fingerabdrücke in der Welt hinterlassen habe, wie ich mein ideales Weltbild sehe – durch „machen“ statt „meckern“, durch „positiv“ statt „negativ. Durch „Ich“ statt „die“.

Es soll ehrlich sein. Authentisch. Aufrichtig. Menschlich. Bunt. Liebevoll. So sieht mein Weltbild aus. Dafür stehe ich jeden Tag auf.

Wenn wir arbeiten und leben, prägen wir die Welt um uns, und die Welt uns. Deswegen ist es mir so wichtig, dass die veränderte Welt um uns genau diese Tage sich zum Positiveren hinbewegt. Trotz die höchste Belastung durch eine Pandemie, haben wir auch die einzigartige Chance, die Überbleibseln in unsere Hände zu nehmen und was Neues erschaffen. Sei es eine neue Arbeitswelt, einen neuen Alltag, einen neuen Umgang mit uns selber und einander.

Noch erlebe ich zu wenig tatsächliche Umsetzungen einer Neuen Welt. Noch scheint die Unsicherheit – oder sei es Unwissenheit – den festen Griff in uns zu haben. Die „Do´er“ unter uns fühlen sich erschöpft. Die Passiven unter uns haben mehrere Freunde gekriegt. Die Stärken unter uns fühlen sich schwach. Die Schwächen gestärkt, weil sie nicht mehr alleine sind.

Deswegen motiviert es, wenn Bewegung plötzlich einsetzt. Man spürgt das „Auf“ intensiver als je zuvor. Die Süße der Veränderung zeigt sich durch einen normalen Dienstag wo das Coworking Space voll scheint. Es zeigt sich in dem Dialog mit Unternehmen, die die Veränderung verstanden hat und gleich in Umsetzungs-Mode geht. Für diese Unternehmen und Menschen kann es nicht schnell genug gehen, damit sie die Veränderung anfassen können, spüren können, darauf aufbauen können.

Beispiele aus meinem Alltag sind zum Beispiel den Personaldienstleister für IT- und Fach-Experten, die die Führung in New Work einnimmt, um ihre Mitarbeiter einen noch moderneren und attraktiveren Arbeitsplatz anbieten zu können. Sie haben verstanden, dass die Welt von morgen nicht mehr die ist, die gestern war, und dass sie selber was in ihre Kultur, in ihre Werte verändern müssen.

Oder die Rednerin für Hochzeiten und Beerdigungen, die durch die Umsatzeinbußen neue Geschäftsfelder definiert haben und jetzt Schreib-Workshops anbietet an hoffnungsvolle kommende Autoren. Durch ihre kämpferische Lebenseinstellung erobert sie nicht nur neue Revenue-Streams aber dabei auch Herzen und Bewunderung.

„Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen“. Mit diesem Motto aus der Woche können wir alle was hinter den Ohren schreiben und jeden Tag, jeden Schritt mit diesem Satz anfangen. Nur du definierst die Schritte, die du machst. Nur du kannst deine Geschichte zu kreieren, wie du die in Zukunft erzählen möchtest.