Eventuell sind wir nicht komplett repräsentativ als Tink Tank Community. Nicht desto trotz zeichnen sich verschiedene Arbeitsmodelle ab, die sich auch in der Zukunft bewähren könnten. Ob man jetzt alleine agiert oder als Teil eines Teams oder Paarmodel.

Geteiles Leid, geteile Arbeitsfreude:

Teams und/oder Ehepaare/Paare teilen sich den Platz. Mit nicht personenbezogenen Membership Modellen im Coworking, kann einer ungestört bis in den frühen Mittag arbeiten, während der andere Elternteil sich um die Kinderbetreuung kümmert. Mitte des Tages wird gewechselt bis Abends. Besonders wenn beide Elternteile oder Teammitglieder flexible Arbeitszeiten und verständnisvolle Arbeitgeber haben, scheint dieses Modell optimal.

Abend- und Nachteulen:

Diese Coworker tauchen typischerweise gegen 18 Uhr oder später auf. Mit 24/7-Zugang bieten die Coworking Spaces Flexibilität von fixen Öffnungszeiten. Es handelt sich hier um Elternteile, bei denen die Kinder zu dem Zeitpunkt im Bett sind und sie genießen die Flexibilität und Ruhe in den Arbeitsstunden woanders als zu Hause – ein Tapetenwechsel sozusagen. Auch für Elternteile, wo ein Elternteil kein flexibles Arbeitsmodell mit dem Arbeitgeber ausgehandelt hat, können Coworkings Spaces mit ihren flexiblen Modellen und Zugänge ein Segen für Nachteulen sein.

Mit Planung wird alles leichter:

Der Tag wird in Blöcke aufgeteilt und mit detaillierter Planung wird der Tag durchgetaktet, abhängig davon, wer wann Telefonkonferenzen und Meetings hat. Die Kinder kommen oft mit und die „Übergabe“ erfolgt im Space. Es ist nett mit anzusehen, wie sich die Eltern mit den Kindern zum Mittagessen treffen und dann der Wechsel erfolgt. Die Blöcke, in denen man konzentriert Arbeiten kann scheinen um die 4 Stunden zu sein.

Planung-on-the-fly:

Was, wenn der Tag sich nicht so einfach planen lässt? Wenn beide berufstätig sind und wegen verschiedener Verpflichtungen und ad hoc Aufgaben des Arbeitgebers nicht fix planen können? In Coworking Spaces, bei denen der Fokus auf Authentizität liegt, spricht nichts dagegen, die Kinder ihre Homeschooling-Aufgaben im Space machen zu lassen. Am Community-Tisch oder im Relaxraum arbeiten die Kinder an ihren Aufgaben und die Eltern machen ihre Calls und Meetings. Selbst kleinere Kinder sind herzlich willkommen – Eltern haben weiterhin Aufsichtspflicht, aber die Community akzeptiert meist die kleinen Coworker, oft entstehen auch hier kleine Freundschaften zwischen den Kindern. Die Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und dem Aufbau eines Geschäftes wird nicht unbedingt gelöst, aber zumindest ein bisschen einfacher.

Es gibt kein Modell, das für alle passt, aber darum geht es ja auch nicht. Besonders Coworking bietet die Flexibilität und die Möglichkeiten, den Arbeitstag so zu planen, wie es der Familie am besten passt. Viele Coworking Spaces bieten neue Modelle an, wie z. B. nicht-persongebundene Mitgliedschaften, Wochenkarten oder günstigere Stundenkarten.

Du dachtest Coworking ist nur was für Start-ups? Lass dich überraschen und besuch ein Coworking Space in deiner Nähe. Du wirst überrascht sein, wie unkompliziert ein Arbeitstag sein kann.