Official Blog of Tink Tank Coworking Space

Monat: März 2022

Manchmal ist es einfach „Jetzt oder nie“!

Ich habe fast immer in Corporates gearbeitet und es geliebt. Es ist was Besonderes, wenn man ein Puzzleteil eines riesigen Wand-Bildes wird, vor allem wenn man Aufgaben und Rollen machen durfte, wo genau dein Puzzleteil auch einen Unterschied gemacht hat. Ich habe unheimlich viel Glück in meiner Karriere gehabt. Ich habe tolle Aufgaben gehabt. 

Ich durfte mit tollen Menschen arbeiten und habe alles von Stellen in CEO-Office gehabt bis zum Management eines internationalen Teams mit 8 Millionen EUR Budget. Es waren lange Nächte auf Sales Events in Roof-Top-Bars in Barcelona und lange Arbeitstage in Palo Alto, CA., USA. Work hard, Party hard! 

Parallel dazu habe ich zwei Kinder gekriegt und ich habe eine vage Erinnerung an die Elternzeit, wo trotz Auszeit gearbeitet wurde und stunden lang auf einer Flugzeugtoilette mit der Milchpumpe, Tausende Kilometer weg von meinem 9-Monate alten Baby. Dann kam das Jahr, wo der Burn-out mir die Puste nahm und mich zwang, 3 Monate den Stecker zu ziehen, weil ich kaum die Energie fand, mich aus dem Bett zu ziehen. Work hard, fall hard! 

Arbeiten bis zum Umfallen war mir nicht fremd. Meine Eltern waren selbstständig und das Geschäft war immer mit am Esstisch. Wir sind als Familie zusammengerückt – zu jederzeit, und als meine Klassenkameraden die Sommerferien im Freibad verbrachten, war ich im Keller und habe Schuhkartons gestapelt und gelabelt. So war es halt – kein „Wenn und Aber“. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich es jemals infrage gestellt habe, weil wir in der Familie immer zu 400 % dabei waren. 

Vielleicht war das Gefühl immer in mir drinnen, sodass ich mich selbst eines Tages in die Fußstapfen meiner Eltern wagen würde und hautnah erlebe, wie das ist mit dem „Selbst“ und „Ständig“. Es wär März und 2019. Ich hatte gerade ein riesiges Projekt erfolgreich abgeschlossen und ein Vakuum wuchs in mir. „Was jetzt?“ „Was als Nächstes?“ Ich war voller Adrenalin und Tatendrang, aber auch Mitte drinnen in einer der unzähligen Reorganisationen, wo neue Chefs promotet wurden, neu gewürfelt wurde und ganze Teams von A bis K bewegt wurden. Und dann eines Abends als ich versucht habe, mein Frust durch Wald-Jogging wegzurennen, war es plötzlich klar „Jetzt oder nie, Lone!“ Nein, nicht mit mir! Da ist noch so viel in mir drinnen, was raus will. 

Ich wusste, dass Selbstständigkeit kein Kinderspiel ist. Vielleicht haben es die Corona-Zeit und die unzähligen Lockdowns noch schwieriger gemacht. Ich weiß es eigentlich nicht, weil ich genau zu diesem Zeitpunkt in die Selbstständigkeit gesprungen bin. Mit allem, was ich bin. 400 %. 

Ich habe mich auf einem Lernweg begeben, der so steil ist und so ein großes Geschenk bringt, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Ich fühle mich so privilegiert, dass ich viele neue Sachen lernen darf, Seiten von mir selber tagtäglich erleben darf und Menschen in meinem Leben umarmen darf, die mir Energie und positive Vibes mitgeben. 

Vielleicht ist mein Puzzle nicht mehr so groß wie in der Welt der Corporates. Aber Mensch, wie schön das bunte, vielfältige Bild ist, das daraus erstanden ist. Danke, Selbstständigkeit. Für alles, was du mir tagtäglich beibringst! 

katylistic – combines the love to medicine and writing

Hi everyone! My name is Katharina and I joined the Tink Tank Community in February this year. After what felt like an eternity in working from home, it was time for a change. And coworking turned out to be the right thing. 

Dr. med. Katharina Friedrich

I founded my one-women medical writing business katylistic at the beginning of 2021. I had my doubts about making this decision in the middle of the pandemic. But still, I’m absolutely happy with my decision. I’m a medical doctor and have worked as an orthopedic and trauma surgeon for some years. Being a surgeon is great, but working under the strict hierarchies in German hospitals… not so great.  

As a child, I always wanted to become a journalist, and by chance, I came across a profession called medical writing. It’s a very diverse field, and people with completely different backgrounds become medical writers. After three years of working for an international medical device company, I became a freelancer. 

I usually support medical devices and pharmaceutical companies with clinical evaluation reports, clinical studies, and the development of new products. But I also write product brochures for patients, website content for healthcare professionals, and train other medical writers as a member of the European Medical Writing Association. 

When I’m not reading or writing, you probably find me running or biking on the trails around Heidelberg.  
See you soon! 

You can find more information about Dr. med. Katharina Friedrich and her company katylistic on her Website or visit her on LinkedIn.

Die Superheld:innen in der Welt der Markenbildung

Wer im Eingangsbereich des Tink Tanks den Blick über die Schilderwand schweifen lässt, stößt schnell über den ungewöhnlichen Namen und das Schild des Büro Büro Kommunikationskollektivs. Auch wir wollten nun endlich wissen, was genau hinter der Idee von „Hallo Büro Büro“ steckt und haben bei den beiden Gründerinnen Ann-Marie Falk und Romina Parejo im Interview nachgefragt. 

vl. Romina Parejo und Ann-Marie Falk

Tink Tank: Wer seid ihr und was macht ihr? 

HBB: In erster Linie ein Verbund aus Kommunikationsspezialist:innen. In etwa wie die Justice League von Marvel – wenn es in der Welt der Markenbildung etwas Wichtiges zu retten gibt, braucht man die richtigen Superheld:innen und Spezialist:innen. Dafür haben wir unser Kommunikationskollektiv „Hallo Büro Büro“ gegründet. 

Tink Tank: Wie seid ihr darauf gekommen, euer Kommunikationskollektiv zu gründen? 

HBB: Das hat sich eigentlich ganz spielerisch aus der freiberuflichen Zusammenarbeit für gemeinsame Projekte und Kund:innen ergeben. Hinsichtlich unserer Kernkompetenzen haben wir uns perfekt ergänzt – Visual Creator und Content Creator, wie Ann-Marie jetzt augenzwinkernd so sagen würde. Zudem hat jede von uns ein wertvolles Netzwerk aus weiteren Spezialist:innen mit eingebracht. Damit konnten wir schnell alle Anliegen in Sachen ganzheitlicher Markenbildung abdecken.  

Tink Tank: Was zeichnet euch dabei aus? 

HBB: Im Prinzip zwei Dinge: Ein tiefes Verständnis für die Kund:innen, weshalb all unsere Projekte mit viel Empathie und noch mehr Fragen beginnen. Auf dieser Basis entstehen dann sehr klare Handlungsansätze. Wir sind gerne konkret und hands-on orientiert. Wenn es ums Anpacken und einfach mal machen geht, sind wir in unserem Element. Lange Monologe halten, Kund:innen ihre Arbeit erklären oder überhaupt zu viel Chichi sind nicht unser Ding. Dafür lieben wir unsere Arbeit und ihre Wirkung einfach zu sehr. Denn uns geht es vor allem darum, den individuellen Markenherzschlag genau herauszuhören und ihn kommunikativ nach außen zu tragen. Das braucht erst viel Fingerspitzengefühl und dann mutige Tatkraft. 

Tink Tank: Wie seid ihr zum Tink Tank gekommen? Habt ihr bereits Erfahrung mit Coworking? 

HBB: Da war Ann-Marie die Vorreiterin. Zuvor hatte sie nur Erfahrungen in Bürogemeinschaften und war nach einer beruflichen Umorientierung auf der Suche nach einem Ort, an dem sie auf der einen Seite in Ruhe arbeiten konnte, aber dabei auch nicht alleine war oder besser gesagt sich einsam fühlte. Dann hat sie ganz klassisch nach Coworkingspaces gegoogelt, einige ausprobiert und sich schließlich für den Tink Tank entschieden. Von der Atmosphäre über den gesamten Stil und die Ästhetik hin zu der Gesamtstimmung hat alles gepasst – der ideale Ort zum kreativen Arbeiten. Und vor allem Lone als Mensch, die selbst die Leidenschaft für Coworking, Future Work und die Community widerspiegelt. 

Ich hatte wiederum vor dem Tink Tank tatsächlich noch keine Erfahrungen mit Coworking gemacht, aber schon viel davon gehört, was mich neugierig machte. Ich liebte immer den Trubel in der Agentur und die Pläuschchen an der Kaffeemaschine, die mit Pandemie und Homeoffice schlagartig wegfielen. Als ich mich dann nebenher auch noch freiberuflich verwirklichte, hatte ich fast schon einen Homeofficekoller. Ann-Maries Impuls, an meinen freiberuflichen Arbeitstagen vorbeizukommen, war nicht nur sehr verlockend, sondern letztendlich auch die Lösung. So wurde der Tink Tank schnell auch für mich zu einer echten Arbeitsheimat, in der ich mich beruflich noch weiter verwirklichen konnte und mir meine Vision einer zukunftsgerichteten Arbeitsweise aufbaute. 

Für uns ist der Tink Tank inzwischen nicht nur die Heimat für unser Kommunikationskollektiv, sondern auch immer der Ort für Ideen, Austausch und eine wunderbare Community. Wenn man der Philosophie von Future Work ein Zuhause geben müsste, dann wäre es im Tink Tank. 

Mehr zum Kommunikationskollektiv gibt es übrigens auf unserer Website. Und natürlich verraten wir in unserem Blog auch, wie es zu dem ungewöhnlichen Namen kam. 

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